Grundlagen der Waldorfpädagogik in Kindergärten

Junge und Mädchen spielen mit Puppen

Spiel in der Rund, Gruppe

Baby spielt draußen im Garten

Kind trösten
komm und tröste mich

Komm und lass uns spielen

Das Spiel ist die Arbeit des Kindes.

Bewegung - Anregung – Vorbild

Im Spielen zeigt uns das Kind sein Wesen. Im Spiel erfährt und bildet es sich selbst, im Spiel erobert es seine Welt. Sein eigenes Dasein und die Außenwelt sind noch eine Einheit: Für alle Eindrücke ist es offen, dabei lebt es in seinem Spielen zugleich mit voller Hingabe an seine Umgebung.

Alles Spielen wirkt deshalb auf das ganze Wesen des Kindes. Im Spiel bilden sich die leiblichen Organe aus, in ihm werden die Fundamente für die Gesundheit, für seelische Empfänglichkeit, für Geistesgegenwart und für die Fähigkeit zum verantwortungsvollen Handeln gelegt. Was sich das Kind erspielen darf, wird zum ”Lebensvermögen“ des Erwachsenen.

Sich dem Spielen des Kindes zuzuwenden und einen gesunden, dem Kinde entsprechenden Spielraum zu schaffen, ist die Aufgabe der frühkindlichen Erziehung und ein Hauptanliegen des Waldorfkindergartens.

Die wichtigsten Bedingungen dieses Spielraumes sind:

Vielfältige Möglichkeit zu körperlicher Bewegung im Spiel

Schon früh muss ein Kind laufen, springen, tanzen, schaukeln und balancieren, aber auch feine Bewegungen beim Greifen, Bauen, Gestalten, ... in seinem Spiel erüben dürfen. So bilden sich seine leiblichen Fähigkeiten und es lernt, die Welt wahrzunehmen.

Anregung zu reichem Erleben im Spiel

Ein Kind muss Sprache hören und sprechen, singen, malen, schauen, tasten, balancieren, aber auch sein Empfinden im freien, aus der eigenen Phantasie entspringenden Spiel äußern dürfen. So bilden sich seine Sinnesorgane und die Fähigkeit, die Welt zu erleben und sich in ihr vielfältig zu äußern.

Vorbilder für sein Spielen

Ein Kind lebt alles mit, was in seiner Umgebung geschieht. Es ahmt nach, was Mutter und Vater, Geschwister, was die Erzieher tun. Dadurch fügt es sich in die Welt ein. Ein Kind taucht ein in die Art, wie die Erwachsenen handeln, fühlen, sprechen und denken. So entwickelt es am Vorbild sein eigenes Verhalten.

Der Waldorfkindergarten will einen gesunden, gestalteten Lebensraum und Lebensrhythmus schaffen, in dem sich das Kind wohl fühlen und all seine Spielbedürfnisse entfalten kann. Kinderraum soll Spielraum werden – im Elternhaus und im Kindergarten.